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@@ -1,4 +1,4 @@
# Skripte (durch KI zusammengefasst)
# Skripte
- [x] Hashfunktionen
- [x] TLS 4.5
- [x] Firewalling

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@@ -126,6 +126,4 @@
- Signaturerkennung: gezielt, aber blind für neue Angriffe
- Anomalieerkennung: erkennt Neues, aber komplex
- Snort = praxisnahes IDS, regelbasiert
- Honeypots zur Analyse & Täuschung von Angreifern
---
Wenn du willst, kann ich daraus **Karteikarten**, ein **Quiz**, oder eine **Lernmatrix** erstellen sag einfach Bescheid!
- Honeypots zur Analyse & Täuschung von Angreifern

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@@ -82,6 +82,4 @@
- **Kollision = 2 verschiedene Eingaben → gleicher Hash**
- **MDC = prüft Integrität**, **MAC = prüft Integrität + Authentizität**
- **SHA-2 & SHA-3 = derzeit sicher**
- **HMAC ≠ Signatur**, da symmetrisch!
---
Wenn du willst, kann ich dir auch Lernkarten (Flashcards), ein Quiz oder eine Mindmap aus diesem Material erstellen. Sag einfach Bescheid!
- **HMAC ≠ Signatur**, da symmetrisch!

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@@ -81,6 +81,4 @@
- **IKEv2** wird bevorzugt eingesetzt (schneller, mobiler, sicherer).
- **Anti-Replay-Schutz** ist standardmäßig aktiv (Sequenznummern + Fenster).
- SPD regelt, **ob IPsec angewendet wird**; SAD enthält die Parameter dazu.
- AH & ESP sind bei IPv6 **verpflichtend**, bei IPv4 **optional**.
---
Möchtest du daraus ein **Quiz**, eine **Mindmap**, oder **Lernkarten** zur Wiederholung haben? Sag einfach Bescheid!
- AH & ESP sind bei IPv6 **verpflichtend**, bei IPv4 **optional**.

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@@ -97,10 +97,4 @@ $FW -A INPUT -p icmp -j DROP
## ✅ BEST PRACTICE
- **Besser**: „Blockiere alles, erlaube nur was nötig ist“ (Default: DROP)
- Verwende `--state ESTABLISHED, RELATED`, um gültige Verbindungen zu erlauben
- Speichere Regeln in Skripten (z.B. `/etc/network/firewall`) und rufe sie über `/etc/rc.local` auf
---
Wenn du möchtest, kann ich dir daraus auch:
- eine **Befehlstabelle zum Auswendiglernen**
- ein **Mini-Quiz**
- oder eine **interaktive Übung** zur Regel-Erstellung erstellen.
Sag einfach Bescheid!
- Speichere Regeln in Skripten (z.B. `/etc/network/firewall`) und rufe sie über `/etc/rc.local` auf

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@@ -102,10 +102,4 @@
- Tools wie `ssh-agent` & `ssh-add` erhöhen Sicherheit & Komfort
- **Passwortauthentifizierung deaktivieren** (wo möglich)
- **ssh-audit** zur Analyse verwenden
- SSH2/OpenSSH = **Standard**, SSH1 = **veraltet**
---
Wenn du möchtest, kann ich dir daraus gerne:
- **Lernkarten (Flashcards)**
- eine **Mindmap**
- oder ein **Mini-Quiz** erstellen.
Sag einfach Bescheid!
- SSH2/OpenSSH = **Standard**, SSH1 = **veraltet**

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@@ -101,6 +101,4 @@ Aus dem **Master Secret** werden erzeugt:
- Authentifizierung via Zertifikaten (X.509)
- Session Keys für symmetrische Verschlüsselung
- SSL ist **applikationsunabhängig**
- **SSL Record Layer** = zentrale Schicht zur Absicherung der Nutzdaten
---
Wenn du willst, kann ich dir daraus auch **Karteikarten**, ein **Quiz**, oder eine **grafische Übersicht** (z.B. Ablaufdiagramm) für den Handshake oder die Schlüsselableitung erstellen. Sag einfach Bescheid!
- **SSL Record Layer** = zentrale Schicht zur Absicherung der Nutzdaten

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@@ -0,0 +1,127 @@
## 🎯 ZIELE DER LEHRVERANSTALTUNG
- Vermittlung von **Grundlagen im Softwaretesten**
- Verständnis für **Begriffe, Aufgaben, Methoden & Verfahren**
- Vorbereitung auf die **CTFL-Prüfung** (international anerkannt)
---
## 🧪 WARUM SOFTWARETEST?
### Beispiele schwerwiegender Softwarefehler:
- ❌ Ariane 5: Absturz durch Reuse fehlerhafter Lageregelungssoftware
- ❌ T-Mobile (2009): Netzstörung durch Fehler im HLR
- ❌ Deutsche Bank / BAföG / GM / Roche: Fehler mit realen Konsequenzen
➡️ Softwarefehler führen zu:
- **wirtschaftlichen Schäden**
- **Lebensgefahr (z.B. Medizintechnik, Automotive)**
- **Imageverlust**
---
## 💥 BEGRIFFE: Fehler, Bug, Defekt
- **Fehler (Defect)**: Abweichung vom erwarteten Verhalten
- **Bug**: oft als Synonym genutzt
- **Erster dokumentierter Bug**: Motte im Relay (1947)
---
## 🧠 TESTBARENGRUNDLAGEN
- Vollständiges Austesten ≠ realistisch möglich
- Beispiel 1: 3 Eingabewerte à 16 Bit → 2⁴⁸ Kombinationen → **ca. 90 Jahre**
- Beispiel 2: Schleifen + Verzweigungen → 10¹⁴ Testfälle → **38 Jahre**
➡️ **Testen ist selektiv & risikobasiert notwendig!**
---
## 🔍 TESTKATEGORIEN (am Beispiel „Dreieckprogramm“)
### Testziele:
- **Funktionalität prüfen**: korrektes Verhalten bei Eingaben
- **Fehlerhafte Eingaben erkennen**: negative Zahlen, zu viele/wenige Werte etc.
- **Grenzwerte testen**: z.B. `0`, `Max_Int`
### Beispiel-Testfälle:
- Gleichseitig: 2,2,2
- Ungleichseitig: 2,3,4
- Ungültig: -5, 0, Zeichen, zu viele Werte
- Spezialfälle: Kombinationen nahe Grenzwerten
➡️ **Testdaten ≠ zufällig**, sondern **gezielt konstruiert**
---
## 🚗 PARALLELEN ZUR INDUSTRIE
**Automobilindustrie**:
- Komponententest → Integrationstest → Systemtest → Abnahmetest → Stresstest
➡️ Übertragbar auf Software: **Teststufen & strukturiertes Vorgehen**
---
## 💬 FAZIT / MERKSPRÜCHE
- **„Testen zeigt die Anwesenheit von Fehlern, nicht ihre Abwesenheit.“**
- **„Ein Test ohne definiertes Ziel ist Zeitverschwendung.“**
- **„Keine Software ist fehlerfrei.“**
- **„Vollständiges Austesten ist meist unmöglich.“**
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## 📚 LITERATUR & WEITERFÜHRENDES
- Lehrbuch: **Spillner/Linz** _Basiswissen Softwaretest_
- Weitere: Beizer, Myers, Liggesmeyer, TMap, ISO 29119
- Fachzeitschriften & Konferenzen: _GTB_, _EuroSTAR_, _ICST_
---
## ✅ KLAUSURRELEVANTE KERNAUSSAGEN
|Thema|Prüfungstauglicher Merksatz|
|---|---|
|Fehlerauswirkungen|Kleine Fehler können große Folgen haben|
|Austestbarkeit|Testabdeckung muss begrenzt & gezielt sein|
|Dreieck-Programm|Guter Einstieg zur **Testfallerstellung**|
|Zertifizierung|ISTQB CTFL ist international anerkannt|
|Test ist wichtig|Auch einfache Programme sind schwer zu testen|

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@@ -0,0 +1,115 @@
## 📘 KAPITEL 1: GRUNDLAGEN DES TESTENS
---
### 1.1 Warum ist Testen notwendig?
- Softwarefehler können **Kosten, Sicherheitsprobleme, Rufschädigung** verursachen.
- Gründe für Fehler:
- Missverständnisse, Zeitdruck, komplexe Systeme, neue Technologien.
- **Testen reduziert Risiken**, aber **kann Fehler nicht vollständig beseitigen**.
---
### 1.2 Was ist Testen?
- Testen = **Planung, Vorbereitung, Durchführung & Bewertung** von Softwaretests.
- Ziel:
- Fehler finden
- Vertrauen schaffen
- Konformität mit Anforderungen prüfen
- Grundlage für Qualität liefern
---
### 1.3 Allgemeine Testziele
|Zieltyp|Beschreibung|
|---|---|
|**Fehlervorbeugung**|Schon in frühen Phasen vermeiden|
|**Fehlererkennung**|Möglichst früh entdecken|
|**Verifikation**|Korrektheit prüfen: „bauen wir es richtig?“|
|**Validierung**|Zweck prüfen: „bauen wir das Richtige?“|
---
### 1.4 Testen und Debuggen
- **Testen**: Fehler _finden_
- **Debuggen**: Fehler _analysieren und beheben_
➡️ Zwei **komplementäre Aktivitäten** im Lebenszyklus
---
### 1.5 Sieben Prinzipien des Testens (💡 Prüfungsrelevant)
1. **Testen zeigt Anwesenheit von Fehlern, nicht deren Abwesenheit**
2. **Vollständiges Testen ist nicht möglich**
3. **Frühes Testen spart Zeit und Geld**
4. **Fehlerhäufung in bestimmten Bereichen (Pareto-Prinzip)**
5. **Testwiederholungen → Testfälle anpassen (Testfallverfall)**
6. **Testen ist kontextabhängig (z.B. sicherheitskritisch vs. Webshop)**
7. **Trugschluss Fehlerfreiheit ≠ Gebrauchstauglichkeit**
---
### 1.6 Testprozess (Phasenmodell)
1. **Testplanung und -steuerung**
2. **Testanalyse und -design**
3. **Testrealisierung und -durchführung**
4. **Testauswertung und -abschluss**
➡️ Unterstützt durch **Testüberwachung, Metriken & Dokumentation**
---
### 1.7 Psychologie des Testens
- Zielkonflikt Entwickler vs. Tester:
- Entwickler: „Software funktioniert!“
- Tester: „Software hat Schwächen!“
🧠 Gute Zusammenarbeit & Kommunikation sind entscheidend:
- **Objektivität, Kritikfähigkeit, keine Schuldzuweisungen**
---
## ✅ KLAUSURRELEVANTE MERKSÄTZE
|Thema|Merksatz|
|---|---|
|Testzweck|Fehler _finden_, nicht beseitigen|
|Prinzipien|7 Prinzipien **verstehen & benennen können**|
|Test vs. Debugging|Zwei **getrennte Prozesse**|
|Testprozesse|Test hat **strukturierte Phasen**|
|Testpsychologie|**Konstruktives Konfliktmanagement** notwendig|

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@@ -0,0 +1,102 @@
## 📘 KAPITEL 2: TESTEN IM SOFTWARELEBENSZYKLUS
---
### 2.1 Softwareentwicklungsmodelle
**Testen muss in den gesamten Entwicklungsprozess integriert sein!**
#### a) Sequenzielle Modelle (klassisch, Wasserfall, V-Modell)
- **Vorteil**: frühzeitige Planung, klare Phasen
- **Nachteil**: späte Fehlererkennung, wenig flexibel
#### b) Iterative/inkrementelle Modelle (z.B. Agile)
- **Testen** = integraler Bestandteil jeder Iteration
- Kontinuierliches Feedback, frühe Tests
- Flexibler, aber aufwändiger
---
### 2.2 Teststufen (💡 Prüfungsrelevant)
|Teststufe|Fokus|Testbasis|Ziel|
|---|---|---|---|
|**Komponententest**|Einzelprogramme/Funktionen|Source Code, Design Specs|Fehler in Modulen erkennen|
|**Integrationstest**|Zusammenspiel von Komponenten|Schnittstellenspezifikation|Fehler in Modulen & Interfaces|
|**Systemtest**|Gesamtsystem|Anforderungen|Anforderungen erfüllt?|
|**Abnahmetest**|Validierung mit Nutzer|Businessanforderungen|Auslieferungsreife prüfen|
🔄 **Statische Tests** (Reviews) ergänzen die Teststufen
---
### 2.3 Testarten (Was wird getestet?)
#### Funktionale Tests
- Verhalten & Funktionen
- z.B. Geschäftslogik, Benutzerinteraktion
#### Nicht-funktionale Tests
- **Leistung**, **Benutzbarkeit**, **Zuverlässigkeit**, **Sicherheit**
- Beispiel: Lasttests, Sicherheitstests
#### Strukturbezogene Tests
- Interne Struktur (z.B. Codeabdeckung, Verzweigungspfad)
#### Änderungsbezogene Tests
- **Re-Tests**: Prüfen behobener Fehler
- **Regressionstests**: Prüfen unbeabsichtigter Nebeneffekte
---
### 2.4 Wartungstest
- Tests im Produktivsystem nach Änderungen (Fehlerbehebung, Anpassung)
- Besonders wichtig:
- **Regressionstest**
- **Impact-Analyse**
- Testdaten und Testumgebung **aktuell halten**
---
### 2.5 Teststufen & Testarten kombinieren
- Beispiel: Im **Systemtest** können **funktionale Tests** UND **nicht-funktionale Tests** durchgeführt werden.
- Jeder Teststufe können verschiedene **Testziele** zugeordnet werden.
---
## ✅ KLAUSURRELEVANTE MERKPUNKTE
|Thema|Prüfungswissen|
|---|---|
|V-Modell|Testaktivitäten sind klar definiert & gekoppelt mit Entwicklungsphasen|
|Teststufen|**Komponente → Integration → System → Abnahme** (Reihenfolge merken!)|
|Testarten|Funktional, Nicht-funktional, Struktur-, Änderungsbezogen|
|Wartungstest|Regression und Impact-Analyse notwendig|
|Agile Modelle|**Test = Teil jeder Iteration**|

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@@ -0,0 +1,104 @@
## 📘 KAPITEL 3: STATISCHES TESTEN
---
### 3.1 Was ist statisches Testen?
- **Statisches Testen** = Analyse **ohne Programmausführung**
- Ziel: **Frühzeitiges Erkennen** von Fehlern und Schwächen
- Ergänzt dynamisches Testen (mit Programmausführung)
**Beispiele:**
- Dokumentation, Code, Testfälle, Anforderungen prüfen
---
### 3.2 Arten statischer Tests
|Art|Merkmale|
|---|---|
|**Statische Analyse**|Automatisierte Tools analysieren Code-Struktur|
|**Reviews (manuell)**|Menschen analysieren Dokumente & Artefakte|
---
### 3.3 Statische Analyse durch Tools
#### Ziele:
- Automatisierte Prüfung von Quellcode
- **Vermeidung technischer Schulden**
#### Erkennbar durch Tools:
- **Syntaxfehler**
- **Nicht initialisierte Variablen**
- **Dead Code / nicht erreichbarer Code**
- **Verletzungen von Codierstandards**
- **Sicherheitslücken (z.B. Buffer Overflow)**
➡️ **Ergänzung, kein Ersatz für Reviews!**
---
### 3.4 Reviewarten (💡 Prüfungsrelevant)
|Reviewtyp|Beschreibung & Merkmale|
|---|---|
|**Informell**|z.B. Peer Review, keine Dokumentation|
|**Walkthrough**|Autor führt Gruppe durch Dokument|
|**Technisches Review**|Fokus auf Inhalte, nicht auf Format|
|**Inspektion**|Strukturiert, mit Rollen, Protokollierung, Prüfprotokollen|
➡️ **Inspektion ist die formalste & effektivste Methode.**
---
### 3.5 Rollen in einem Review
|Rolle|Aufgabe|
|---|---|
|**Autor**|Ersteller des Prüflings|
|**Moderator**|Leitung & Organisation|
|**Prüfer**|Suchen nach Defekten|
|**Protokollant**|Dokumentiert Ergebnisse|
|**Manager**|Review-Rahmenbedingungen schaffen|
---
### 3.6 Reviewprozess (z.B. Inspektion)
1. **Planung** (Teilnehmer, Artefakt, Reviewziel)
2. **Kick-off** (Einführung, Zielklärung)
3. **Einzelprüfung** (Teilnehmer sichten Artefakt individuell)
4. **Review-Meeting** (gemeinsame Sichtung, Diskussion)
5. **Nachbearbeitung** (Fehlerbehebung, Follow-up)
---
## ✅ KLAUSURRELEVANTE MERKSÄTZE
|Thema|Merksatz|
|---|---|
|Statisches Testen|Testen ohne Ausführen des Programms|
|Reviewtypen|**Inspektion** = formal, **Walkthrough** = moderiert, informell|
|Toolbasierte Analyse|Ergänzung zu manuellen Reviews, keine Ablösung|
|Reviewrollen|Moderator ≠ Autor, Protokollant dokumentiert|
|Nutzen|Frühes Feedback spart spätere Kosten|

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@@ -0,0 +1,118 @@
## 📘 KAPITEL 4.1: TESTTECHNIKEN GRUNDLAGEN
---
### 4.1 Einleitung: Warum Testverfahren?
- Systematisches Vorgehen → bessere **Testabdeckung**
- Unterstützung bei der Erstellung **guter Testfälle**
- Ziel: Fehler früh entdecken & reproduzierbar testen
---
## 🧪 HAUPTKATEGORIEN VON TESTVERFAHREN
|Kategorie|Merkmale & Grundlage|
|---|---|
|**Black-Box**|Anforderungen / Spezifikation|
|**White-Box**|Programmstruktur / Code|
|**Erfahrungsbasiert**|Intuition, frühere Fehler, Exploratives Testen|
---
### 🔲 1. BLACK-BOX-VERFAHREN (💡 Prüfungsrelevant)
Nutzen **Eingabe-Ausgabe-Beziehung**, ohne Quellcode zu betrachten.
#### a) Äquivalenzklassenbildung
- Eingaben in gültige/ungültige **Klassen** einteilen
- **Aus jeder Klasse → 1 Testfall**
#### b) Grenzwertanalyse
- Grenzwerte sind **fehleranfällig**
- Testfälle **am Rand** der Äquivalenzklassen
#### c) Entscheidungstabellen
- Repräsentieren **Regeln & Bedingungen**
- Kombinationen aus Bedingungen → Aktionen
#### d) Zustandsbasierter Test
- Bei **zustandsbehafteten Systemen** (z.B. Automaten)
- Zustände, Übergänge, Events → modellieren & testen
#### e) Use Case Test
- **Szenarien aus Benutzersicht** abdecken
- Ziel: reale Nutzungspfade testen
---
### 🔳 2. WHITE-BOX-VERFAHREN
Berücksichtigen **interne Struktur** des Systems/Programms
#### a) Anweisungsüberdeckung
- Jede Anweisung im Code muss mindestens **einmal ausgeführt** werden
#### b) Zweigüberdeckung
- Jeder Entscheidungspunkt (z.B. `if`, `else`) → **jede Richtung** wird getestet
➡️ Für Entwicklernahe Tests (z.B. Komponententest)
---
### 💡 3. ERFAHRUNGSBASIERTE VERFAHREN
- Beruhen auf **Intuition, Erfahrung, Bauchgefühl**
- Beispiele:
- **Fehlerbasiertes Testen**
- **Checklisten**
- **Exploratives Testen**
Einsatz besonders:
- wenn wenig Dokumentation vorhanden ist
- bei Timeboxing (agile Projekte)
- als Ergänzung zu strukturierten Verfahren
---
## ✅ KLAUSURRELEVANTE MERKPUNKTE
|Thema|Merksatz|
|---|---|
|Black-Box|Tests basieren auf **Spezifikationen**, nicht auf Code|
|White-Box|Ziel: **Codepfade** und **Verzweigungen** abdecken|
|Äquivalenzklassen|Jede Klasse mit **einem repräsentativen Testfall**|
|Grenzwertanalyse|Fehler liegen oft **an den Rändern**|
|Entscheidungs- & Zustandsbasierte Tests|gut bei komplexem Verhalten & Bedingungen|
|Erfahrungsbasiert|Ergänzend, flexibel, intuitiv, explorativ|

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@@ -0,0 +1,159 @@
## 📘 KAPITEL 4.2: BLACK-BOX-TESTVERFAHREN (DETAIL)
---
### 🎯 Ziel
- Testfälle auf Basis der **Anforderungen/Spezifikation** ableiten
- Fokus: **funktionales Verhalten** (ohne Quellcode)
---
## 1. ✅ ÄQUIVALENZKLASSEN-BILDUNG
### Ziel:
- Eingaberaum in **repräsentative Klassen** aufteilen (gültig + ungültig)
### Vorgehen:
1. Klassen identifizieren (z.B. Wertebereiche)
2. Gültige & ungültige Klassen bilden
3. Pro Klasse → 1 Repräsentant
**Beispiel: Eingabe 110**
- Gültig: 110 → z.B. Testwert 5
- Ungültig: <1, >10 → z.B. Testwert 0 und 11
---
## 2. ⚠️ GRENZWERTANALYSE
### Ziel:
- **Fehler an Grenzen** von Wertebereichen erkennen
### Vorgehen:
- Testfälle an & um die Grenze: `Grenze - 1`, `Grenze`, `Grenze + 1`
**Beispiel: Bereich 110**
- Testfälle: 0, 1, 2 | 9, 10, 11
➡️ Ergänzt Äquivalenzklassen
---
## 3. 🧾 ENTSCHEIDUNGSTABELLEN
### Ziel:
- **Regelbasierte Entscheidungen** systematisch testen
### Bestandteile:
- Bedingungen (z.B. "Kunde zahlt bar?")
- Aktionen (z.B. "Rabatt gewähren")
- Tabelle listet alle möglichen **Kombinationen**
### Vorteile:
- Gute Testabdeckung bei **Kombinatorik**
- Auch für Geschäftsregeln & Konfigurationen geeignet
---
## 4. 🔄 ZUSTANDSÜBERGANGSTEST
### Ziel:
- Testen von Systemen mit **internen Zuständen**
### Elemente:
- **Zustände** (z.B. „angemeldet“, „abgemeldet“)
- **Ereignisse/Übergänge** (z.B. „Login“, „Logout“)
- **Aktionen** (z.B. „Zugriff erlaubt“)
### Arten von Tests:
- Alle Übergänge
- Alle Zustände
- Ungültige Übergänge
➡️ Modellierung über **Zustandsdiagramme** sinnvoll
---
## 5. 👤 USE CASE TEST
### Ziel:
- **Benutzerverhalten / Interaktionen** mit dem System testen
### Merkmale:
- Abbildung typischer **Szenarien**
- Fokus auf **End-to-End-Abläufe**
- Kann auch **nicht-funktionale Aspekte** einbeziehen
### Beispiele:
- "Benutzer meldet sich an"
- "Benutzer gibt Bestellung auf"
---
## ✅ ZUSAMMENFASSUNG DER BLACK-BOX-VERFAHREN
|Verfahren|Fokus|Typische Anwendung|
|---|---|---|
|Äquivalenzklassen|Eingaberaum abdecken|Wertebereiche, Formate|
|Grenzwertanalyse|Fehler an Bereichsgrenzen|Zahlen, Datumswerte|
|Entscheidungstabellen|Regeln & Kombinationen prüfen|Rabattlogik, Konditionen|
|Zustandsübergänge|Zustandssysteme abbilden|Automaten, Sitzungen|
|Use Cases|Nutzerverhalten simulieren|Geschäftsprozesse, UI|
---
## 📝 KLAUSURRELEVANTE MERKPUNKTE
|Thema|Merksatz|
|---|---|
|Äquivalenzklassen|Pro Klasse genau **ein Testfall**|
|Grenzwertanalyse|Teste **an, vor und nach** der Grenze|
|Entscheidungstabellen|**Alle Regelkombinationen** prüfen|
|Zustandsbasierte Tests|Übergänge & Reaktionen prüfen, auch **ungültige**|
|Use Case Tests|Nutzer-Szenarien, oft End-to-End|

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@@ -0,0 +1,104 @@
## 📘 KAPITEL 5: TESTMANAGEMENT
---
### 5.1 Testorganisation
* Testverantwortung kann in **Entwicklung integriert** oder **getrennt organisiert** sein.
* Rollen können je nach Projektform variieren:
* **Testmanager**
* **Tester**
* **Testanalyst / Technical Test Analyst**
* **Testautomatisierer**
---
### 5.2 Testplanung und -steuerung
#### Testplanung
* Definition von:
* **Zielen**
* **Strategie**
* **Umfang**
* **Aufwand & Ressourcen**
* **Zeitplan**
#### Teststeuerung
* **Vergleich** von Ist- und Sollwerten
* **Anpassung** des Testvorgehens bei Abweichungen
---
### 5.3 Testfortschritt und -abschluss
#### Testfortschrittskennzahlen (Metriken)
* Anzahl durchgeführter Tests
* Anzahl gefundener Fehler
* Testabdeckung
* Aufwand vs. Fortschritt
#### Abschlussaktivitäten:
* Fehlerstatus prüfen
* Lessons Learned
* Testabschlussbericht erstellen
---
### 5.4 Konfigurationsmanagement
* Sicherstellen, dass:
* **Testobjekte eindeutig versioniert** sind
* **Änderungen nachvollziehbar** bleiben
* Tools zur Verwaltung von:
* Anforderungen
* Testfällen
* Codeversionen
---
### 5.5 Risikomanagement im Test
| Begriff | Bedeutung |
| ------------------------ | ------------------------------------------------------------------ |
| **Risiko** | Möglichkeit eines negativen Ereignisses |
| **Risikobasierter Test** | Priorisierung nach Schadenspotenzial & Eintrittswahrscheinlichkeit |
#### Risikoarten:
* **Produktrisiko**: betrifft Software (z.B. Datenverlust)
* **Projektrisiko**: betrifft Projekt (z.B. Terminüberschreitung)
---
### 5.6 Fehler- und Abweichungsmanagement
* **Fehlermanagementprozess**:
1. Fehler identifizieren
2. Fehler dokumentieren (z.B. Reproduktionsschritte)
3. Status verfolgen (neu, in Bearbeitung, gelöst …)
4. Abschluss prüfen
* Abweichung ≠ immer Fehler (z.B. unvollständige Anforderungen)
---
## ✅ KLAUSURRELEVANTE MERKSÄTZE
| Thema | Merksatz |
| ------------------------ | ------------------------------------------------------ |
| Testplanung | Definiert **Was, Wie, Wer, Wann** |
| Teststeuerung | Vergleicht **Planung ↔ Realität**, passt an |
| Fortschrittsmetriken | Basis für **objektive Steuerung** |
| Konfigurationsmanagement | Kontrolliert Versionen & Änderungen |
| Risikobasiertes Testen | Priorisiert **nach Schadenshöhe & Wahrscheinlichkeit** |
| Fehlermanagement | Fehler dokumentieren & nachverfolgen bis Abschluss |

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## 📘 KAPITEL 6: TOOLUNTERSTÜTZUNG IM TESTPROZESS
---
### 6.1 Einsatzmöglichkeiten von Testwerkzeugen
#### Ziele:
- Effizienz steigern
- Wiederholbarkeit sicherstellen
- Fehler vermeiden
#### Typische Tool-Einsatzbereiche:
|Einsatzbereich|Beispiele für Werkzeuge|
|---|---|
|**Testmanagement**|Testplanung, Fortschrittsverfolgung|
|**Anforderungsmanagement**|Rückverfolgbarkeit von Anforderungen|
|**Statische Analyse**|Code-Analyse, Einhaltung von Codestandards|
|**Testfallerstellung**|manuell oder generiert|
|**Testdurchführung & Auswertung**|Automatisierte Tests, Logging, Reports|
|**Defektmanagement**|Bug-Tracking, z.B. Jira, Bugzilla|
|**Testdaten- & Umweltverwaltung**|Konsistente Testdaten, Containerisierung|
---
### 6.2 Vorteile und Risiken von Tools
#### ✅ Vorteile:
- Automatisierung → **Zeitersparnis**
- **Konsistenz & Reproduzierbarkeit**
- **Skalierbarkeit** bei Regressionstests
#### ⚠️ Risiken:
- **Einführungsaufwand** hoch
- **Wartung & Pflege** der Tools notwendig
- Gefahr von **Tool-Gläubigkeit** („Tool löst alle Probleme“)
- **Falsche Anwendung** kann schaden
---
### 6.3 Toolklassifizierung nach ISTQB
|Tooltyp|Beschreibung|
|---|---|
|**Statische Analyse-Tools**|z.B. Lint, SonarQube|
|**Testdesign-Tools**|z.B. Testdaten-Generatoren|
|**Testautomatisierung**|z.B. Selenium, JUnit|
|**Defektmanagement-Tools**|z.B. Bugzilla, Jira|
|**Performance-Testtools**|z.B. JMeter|
|**Coverage-Tools**|z.B. Jacoco|
---
### 6.4 Auswahl & Einführung von Tools
#### Auswahlkriterien:
- Projekt- & Teamgröße
- Integration in bestehende Infrastruktur
- Schulungsbedarf
- Support & Lizenzmodell
#### Einführungsprozess:
1. **Bedarf klären**
2. **Tool evaluieren & auswählen**
3. **Pilotphase**
4. **Rollout**
5. **Wartung & kontinuierliche Verbesserung**
---
### 6.5 Automatisierung sinnvoll einsetzen
#### Typische Einsatzszenarien:
- **Regressionstests**
- **Build-Verifikation (CI/CD)**
- **Performance-Messung**
- **Datengetriebenes Testen**
➡️ **Automatisierung ≠ universell sinnvoll**
- Bei **explorativem Testen**, UX-Tests oder stark ändernden UIs → lieber manuell
---
## ✅ KLAUSURRELEVANTE MERKPUNKTE
|Thema|Merksatz|
|---|---|
|Toolnutzen|**Effizienz & Konsistenz**, aber kein Allheilmittel|
|Risiken|**Falsche Erwartungen**, hoher Einführungsaufwand|
|Toolauswahl|Nach **Projektkontext & Integration** wählen|
|Automatisierung|Gut für **wiederholbare, stabile Tests**|
|Defektmanagement|Erlaubt **systematische Fehlerverfolgung**|

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## Bearbeitung der Aufgaben