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TI-Studium-Mitschriften/Semester 6/COMARCH/Zusammenfassung/Vorlesung 3a.md
2025-07-07 19:57:44 +02:00

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📘 Zusammenfassung: V3a Von Schaltnetzen zu Endlichen Automaten

🔌 Schaltnetze (Combinatorial Logic)

  • Merkmale:

    • Keine Schleifen

    • Keine Rückkopplung

    • Keine Zustände (stateless)

    • Gleiche Eingabe → gleiche Ausgabe

    • Benötigt Zeit zur Ausgabeerzeugung (aber keinen Takt)

  • Praxisbezug: Einfache Logik wie Addierer, Multiplexer, Decoder sind Schaltnetze.


🔁 Endliche Automaten (Finite State Machines, FSM)

  • Merkmale:

    • Schleifen und Rückkopplungen möglich

    • Zustände vorhanden (stateful)

    • Gleiche Eingabe kann unterschiedliche Ausgaben erzeugen abhängig vom aktuellen Zustand

    • Braucht Zeit zur Ausgabeerzeugung

    • Meist getaktet, um Design und Analyse zu vereinfachen

  • Praxisbezug: Steuerwerke in Prozessoren sind typischerweise FSMs.


🕒 Vom Schaltnetz zum Endlichen Automaten

  • Erweiterung von Schaltnetzen durch:

    1. Flip-Flops → Speichern von Zuständen

    2. Getaktete Flip-Flops → Synchronisation der Zustandsänderung

    3. Flankengesteuerte Flip-Flops → Reagieren nur auf steigende oder fallende Taktflanken

  • Ergebnis: Deterministischer Endlicher Automat (DEA) mit Taktsteuerung.


🔄 Struktur eines DEAs

  • Bestandteile:

    • Zustandspeicher (z.B. Flip-Flops)

    • Kombinatorische Logik

    • Takt

  • Ablauf:

    • Kombinatorische Logik berechnet den nächsten Zustand aus aktuellem Zustand + Eingabe

    • Zustandspeicher aktualisiert sich bei Taktflanke

    • Ausgabe wird aus Zustand/Eingabe erzeugt


⏱️ Zeitliche Aspekte

  • Jeder Schritt im Automaten braucht Zeit für:

    • Propagation durch die Logik

    • Synchronisation mit dem Takt

  • Ohne Takt: Asynchrone Schaltungen

  • Mit Takt: Syntaktische FSM → bevorzugt in modernen Prozessoren


📝 Für die Klausur merken

Unterschied Schaltnetz ↔ Endlicher Automat
Rolle von Flip-Flops beim Speichern von Zuständen
DEA Aufbau: Zustandspeicher + Kombinatorische Logik + Takt
Flankengesteuerte Flip-Flops: warum wichtig?
Warum getaktete Automaten Analyse und Design erleichtern


📦 Lernpaket (bisher)

  • V1 Einführung → Überblick, Historie, Abstraktionsebenen

  • V2 Architekturen → ISA-Arten, RISC vs. CISC, Moores Law

  • V3a Schaltnetze & Automaten → Logikstrukturen & FSM